Die Corona-Pandemie beschleunigt die bestehenden Technologietrends und ließ unsere Abhängigkeit vom Internet explosionsartig ansteigen. Fast über Nacht wurden Telearbeit und Onlinehandel zu unverzichtbaren Teilen des Alltags und durch den verringerten Pendel- und Luftverkehr sanken die globalen Kohlendioxidemissionen anfänglich um 6 %.

Aber das Mehr an Datenverarbeitung hat auch Folgen für die Umwelt. Die CO2-Emissionen sind bereits zurück auf dem Stand, der vor der Pandemie herrschte, und der enorme zusätzliche Energiebedarf durch unsere stärker digitalisierte Wirtschaft verschärft nun weiter die Herausforderungen des Klimawandels.

Neben den erneuerbaren Energien, die eine bedeutende Rolle bei der Schaffung einer nachhaltigeren digitalen Zukunft spielen werden, müssen Unternehmen aller Branchen mehr tun, um ihre Umweltbelastung zu verringern, besonders die IT.

Der fortschreitende digitale Wandel erhöht den Bedarf an Rechenzentren und IT-Infrastrukturen und verleiht ihnen dadurch eine größere Rolle in den Wirtschaftssystemen der Welt. Die Herstellung, der Betrieb und die Entsorgung von IT-Ausrüstung tragen jedoch alle zur Umweltverschmutzung und zum Kohlendioxidausstoß bei und hinterlassen einen negativen ökologischen Fußabdruck, der die Gesundheit unseres Planeten bedrohen könnte.

In der Vergangenheit bestand die gängigste Methode der Handhabung von IT-Hardware darin, sie 3 bis 5 Jahre lang zu betreiben. Während dieses Zeitraums boten die Hersteller (OEM) ihre Garantie und ihren Support an und wenn diese endeten oder neue Ausrüstung verfügbar war, würde der Endnutzer laut dem Geschäftsmodell des Herstellers die Hardware ersetzen. Dadurch entstand eine Linearwirtschaft, die sowohl für die Umwelt als auch die IT-Etats unhaltbar ist.
In der Realität kann Hardware deutlich über ihr vorgesehenes End-of-Life- (EOL) oder End-of-Service-Life-Datum (EOSL) hinaus ohne technische Probleme genutzt werden und dies sollte jetzt mehr denn je die Norm sein.

Eine der Umstellungen, die dazu beitragen, wurde dadurch gefördert, dass mehr Unternehmen ihre bestehende Hardware mithilfe von herstellerunabhängiger Wartung (Third-Party-Maintenance, TPM) instandhalten lassen, die eine wirksame und kostengünstige Alternative zum OEM-Support darstellt. TPM spielt eine wichtige Rolle in der breiten Bewegung zum Zerschlagen des gegenwärtigen Wegwerfmodells und zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft im IT-Bereich.

Mit Stand 2020 ist die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für zwei Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich und verbraucht bis zu neun Prozent der gesamten Elektrizität weltweit, was der staatlichen Gesetzgebung und externen Organen, wie der COP26, einen Anstoß gab, zu reagieren.
Einige Vorschriften des Vereinigten Königreichs beginnen bereits, einen realen Wandel herbei zu führen. Seit dem 1. März 2020 müssen die Hersteller Server- und Speichergeräte entwerfen und produzieren, die höhere Energieeffizienznormen erfüllen. Die Vorschriften verlangen ebenfalls, dass Hersteller (OEM) umfassende Produkt- und Montageinformationen bereitstellen sowie Ersatzkomponenten, um die Reparatur und Nachrüstung bestehender Geräte zu unterstützen.

Neue Vorschriften der Ökodesign-Richtlinie 2021 der Europäischen Union gehen noch weiter, um die Lebensspanne von performanter EOSL-Hardware zu sichern, indem Hersteller (OEM) verpflichtet werden, bis zu acht Jahre lang immer das aktuellste Sicherheits- und Firmware-Update zu veröffentlichen. Diese Vorschrift deckt schätzungsweise 80–90 % der gesamten Rechencenterspeicher- und Server-Ressourcen ab und hilft dabei, IT-Manager zu beruhigen, die bisher bezüglich möglicher Sicherheitsverstöße durch die Nutzung von Hardware nach Ablauf ihrer Lebensdauer besorgt waren.

Weitere Rechtsvorschriften, einschließlich des Right to Repair (Recht auf Reparatur), werden in anderen Regionen ebenfalls besprochen. Dadurch würde die Anwendung von IT nachhaltiger werden, weil die Nutzer mehr Rechte hinsichtlich der Gerätereparatur und demzufolge mehr Freiheit hinsichtlich ihres Gebrauchs erhielten. Dies würde letztendlich für eine höhere Flexibilität für Rechenzentrums-Manager in Bezug auf ihre IT-Strategien sorgen, indem ihnen die Möglichkeit gegeben würde, grünere und kostengünstigere Alternativen zum Herstellersupport und Ersatz einzubinden.

Durch die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Hardware und die Ausnutzung von Ressourcen ist TPM ein wichtiger Teil im komplexen Puzzle des grünen IT-Wandels. Ihr Nutzen wird auch von der anhaltenden Beeinträchtigung durch die Computerchipknappheit untermauert, welche die Schwäche des gegenwärtigen linearen Modells bezüglich der Ressourcenverknappung für die nahe Zukunft illustriert.

Eine ausgeprägtere TPM-Anwendung hat auch Auswirkungen auf die Umwelt. Indem die zum EOL/EOSL-Datum vorgesehene Aufrüstung verschoben wird, verbleiben technisch intakte Hardware und die wertvollen Metalle und Zuschlagstoffe, die sie enthält, im System. Des Weiteren wird der Großteil der Treibhausgasemissionen während der Lebensdauer der Ausrüstung bei ihrer Herstellung produziert. Durch die Entscheidung, zu reparieren, statt funktionierende Vermögenswerte zu ersetzen, verringern Unternehmen ihren Bedarf für neue Ausrüstung, vermeiden unnötigen Verbrauch, Abfall und die mit der Herstellung von Hardware verbundenen Emissionen.

Rechenzentren, die mit TPM-Anbietern zusammenarbeiten, sind bereits auf dem Weg, bis 2030 klimaneutral zu sein. Die EU-Kommission kommentiert dies mit „das können und sollten sie“ und unterstützt ein Hauptthema der UN-Klimakonferenz 2021: zu zeigen, dass Wirtschaft und Umweltverträglichkeit Hand in Hand gehen.

Evernex veranschaulicht dies mit der Fähigkeit, ein Gleichgewicht zwischen der Verringerung von Investitions- und Betriebskosten und dem Schutz der Umwelt zu schaffen und gleichzeitig unhaltbare, aber weitverbreitete Praktiken, wie vorzeitige Obsoleszenz, die in einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft keinen Platz haben, abzulösen.

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